Wenn Kinder nicht verlieren können – was tun?

Wenn Kinder nicht verlieren können – was tun?

Es lohnt sich mit Brettspielen für Kinder in ganz frühen Jahren zu beginnen. Somit stehen die Chancen gut, dass das Interesse für viele Jahre bestehen bleibt. Ein willkommender Kontrast zu Smartphone, Tablet & Co. Schlussendlich fördern Brettspiele bei Kindern eine Reihe von Fähigkeiten. Doch dem steht ein großer Gegner gegenüber: Nicht verlieren zu können.

Jedes Kind handhabt die Enttäuschung etwas anders. Selbst bei Dreijährigen sehen Sie schon erheblich Unterschiede. Manche atmen tief durch und konzentrieren sich wenige Sekunden später auf eine neue Beschäftigung. Andere sitzen frustriert auf ihrem Stuhl und möchten für die nächste halbe Stunde nicht angesprochen werden.

Sich jetzt über die „beleidigte Leberwurst“ lustig zu machen, wie sie da sitzt und vielleicht sogar weint, ist nicht die Lösung. Wenn Kinder nicht verlieren können, sollten Sie die richtige Vorgehensweise kennen.

Unsere Tipps gegen Wutanfälle, Tränen & Co

Zunächst wäre es ratsam, wenn Sie mit ihrem Kind das ruhige Gespräch suchen. Seine Emotionen nicht herunterspielen, sondern kurz erörtern. Ein schmaler Grat, den Sie nicht zu lange beschreiten sollten. Doch das Bewusstsein für seine eigenen Emotionen zu entdecken, ist ein wichtiger Schritt.

Dann fragen Sie, was der Nachwuchs beim nächsten Mal besser machen könnte. Kommt keine Antwort, so schlagen Sie etwas vor. Viele Brettspiele besitzen eine gewisse Strategie und die will erst einmal gelernt sein. Sicher kein einfaches Unterfangen für ein Kleinkind. Doch Übung macht den Meister.

Manchmal hilft es gleich im Anschluss noch eine Runde zu spielen. Reagiert Ihr Kind darauf nicht, so können Sie die Situation erst einmal abkühlen lassen. Es hat schließlich seine Gedanken zu sortieren und da hilft es seine Ruhe zu haben.

Was tun, wenn das Kind nicht mehr spielen will?

Den universal perfekten Ratschlag können wir Ihnen leider nicht geben. Die erhoffte Reaktion schlägt womöglich ins Gegenteil um. Beim nächsten Spieleabend möchte Ihr Schützling nicht mit am Tisch sitzen. Dann ist cleveres Verhandlungsgeschick gefragt.

  • Vielleicht bewundert Ihr Kind einen großen Sportler (Basketball, Tennis etc.). Sie können erklären, dass auch dieser schon sehr oft verloren hat. Doch mit jeder Niederlage hat er dazu gelernt und wurde besser.
  • Vielleicht war das gewählte Spiel auch noch zu schwierig. Bieten Sie ein anderes an oder ein gemeinsames Spiel – also mit Ihrer Unterstützung ein Team bilden.

Sollte Ihr Kind weiterhin mit Wutanfällen reagieren und sogar Spielsteine um sich werfen, gilt es die Ruhe zu bewahren. Ebenso müssen Sie viel Geduld beweisen, wenn Ihr Nachwuchs absolut nicht verlieren kann. Dies wird sich ändern. Doch Sie müssen mit einer stets positiven Einstellung daran arbeiten.

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