Was genau heißt „Brettspiel des Jahres“?

Was genau heißt „Brettspiel des Jahres“?

Wer sich ein neues Brettspiel kaufen möchte, aber noch keine klare Vorstellung besitzt, sucht nach Orientierung. Hierbei helfen einem die verschiedenen Auszeichnungen, welche meist einmal im Jahr vergeben werden. Das „Brettspiel des Jahres“ gilt dabei als der begehrteste Titel von allen. Eigentlich nennt man es „Spiel des Jahres“ und wir fassen das Konzept zusammen.

Brettspiel des Jahres: Die Entstehung

Jürgen Herz war begeisterter Brettspieler und dachte schon länger über eine Auszeichnung für die beste Neuerscheinung nach. Im Februar 1978 stellte er seine Idee auf der Spielwarenmesse vor. Viele seiner journalistischen Freunde, Spielentwickler und Verleger wurden anlässlich der Messe eingeladen. Margot und Tom Werneck stellten abermals ihre private Wohnung zur Verfügung. Aus dem Fachsimpeln wurde schnell ein brauchbares Konzept geformt.

Die Organisation nahm mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Weshalb erst ein Jahr später zum ersten Mal das Brettspiel des Jahres ausgezeichnet werden konnte.

Eine Jury wählt aus

Was ein sehr gutes Brettspiel ausmacht, darüber diskutierte man in den Folgejahren immer wieder. Um ein breit gefächertes Urteil stellen zu können, besteht die Jury aktuell aus 10 Mitgliedern. Sie alle stammen aus verschiedenen Berufszweigen und bringen somit diverse Kompetenzen mit ein.

Mittlerweile vergibt der Spiel des Jahres e.V. auch noch zwei weitere Titel. Die da lauten „Kinderspiel des Jahres“ und „Kennerspiel des Jahres“. Somit zollt man auch jenen Entwicklern ihren Tribut, welche sich auf unseren Nachwuchs und erfahrene Brettspieler fokussieren.

Wichtig ist dabei, dass der Verein durch kein höhergestelltes Organ kontrolliert wird. Die Jury will unabhängig von Politik und Privatunternehmen bleiben. Schließlich nehmen die Entscheidungen großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der preisgekrönten Titel.

Die Jury erschuf sich selbst und stellt ihre eigenen Ansprüche auf. Sie bleibt neutral und nur ihrer guten Arbeit ist es zu verdanken, dass der Titel zum Brettspiel des Jahres so gut angenommen wurde.

Weitere Brettspiel-Auszeichnungen

Es bestehen noch weitere Chancen für Spielentwickler und Verleger, eine Auszeichnung zu erhalten. Für den „Deutschen Spiele Preis“ muss man sich das Lob eines breit aufgestellten Fachpublikums verdienen. Auch die „Spiel der Spiele“-Auszeichnung sei erwähnt, welche die Kollegen aus Österreich vergeben. Seit 2010 gibt es dazu noch den „Swiss Gamers Award“ für Brettspiele in der Schweiz.

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